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Donald Trump hatte sich trefflich bemüht und es nach seinem dämlichen Eroberungsgerede in Hinblick auf Grönland, Kanada und Panama nun mit idiotischen wie untergriffigen Beschimpfungen der Ukraine endgültig geschafft: Er konnte gleichziehen mit Russland und China – in Sachen Hässlichkeit und Widerlichkeit. Oder zumindest mit deren jetzigen Diktatoren Putin und Xi – denn auch Russland und China hatten in den Jahrzehnten davor Staatsmänner wie Deng Xiaoping und Michail Gorbatschow, aber auch Boris Jelzin, die bewundernswert mutig und klug in die richtige Richtung auf viel mehr Freiheit und Demokratie unterwegs gewesen sind und die mit Erfolg versucht haben, ihre Nationen nach außen zu respektierten Mitgliedern der Völkerfamilie machen.
Die US-Amerikaner waren das sogar während fast ihrer gesamten Geschichte. Wann auch immer Nationen in Bedrängnis kamen, wann auch immer eine Demokratie bedroht war, wann immer Diktatoren unerträglich wurden, waren die USA die erste und meist einzige Adresse, an die man sich um Hilfe wandte. Das Freiheits-Engagement der Amerikaner war zwar nicht immer erfolgreich, nicht immer ausreichend – siehe Vietnam, siehe Iran, siehe Kuba – aber im Grund standen sie immer auf der richtigen Seite.
So halfen sie entscheidend mit,
Seit vielen Generationen sind die USA zugleich auch das Wunschziel von vielen Millionen Menschen, die sich nach Freiheit sehnen und die ihren Familien durch Arbeit und Leistung eine gute Zukunft verschaffen wollten. Das unterscheidet ihre Motive sehr von denen der Migranten nach Europa, wo einerseits jene kommen, die sich durch die dortigen Wohlfahrtssysteme ein bequemes Leben als in Afrika oder in islamischen Ländern erhoffen, und andererseits jene, die vom Eroberungsauftrag des Koran getrieben sind).
Ist dieses bewundernswerte Amerika ganz entschwunden? Nun gewiss, nicht. Denn – um nur den wichtigsten Punkt zu erwähnen – zum Unterschied von den Herren Xi und Putin kann man sicher sein, dass Donald Trump in vier Jahren nicht mehr Präsident sein wird, dass er schon in zwei Jahren eine lahme Ente sein könnte, wenn seine zu blindem Gehorsam abgerichtete Partei bei den Zwischenwahlen in einer oder beiden Kongresskammern die Mehrheit verliert.
Das setzt freilich voraus, dass die derzeit in die wehrlose Opposition gedrängten Demokraten wieder zu jener Partei werden, die sie einmal waren. Dass sie jene Schwachsinnigkeiten entsorgen, deren Ablehnung Trump zweimal zum Triumph verholfen hat: Dazu zählen insbesondere die ganze woke Hysterie der Linken, ihr Schwulen-, Gender-, Abtreibungs-, Trans-, Klima-, Schuldenmach-, Political-Correctness-, Zensur-, Inklusions- und Diversitätskult sowie ihre Unfähigkeit, die Gefahren durch eine ungeregelte Millionen-Invasion zu begreifen.
Nur diese Schwachsinnigkeiten der Demokraten haben einen Mann mit Allmachtsphantasien, Größenwahn, krankhaftem Narzissmus in die noch immer mächtigste Position der Welt gebracht. Erstmals seit dem 19. Jahrhundert träumt der Mann im Weißen Haus genauso wie seine Kollegen in Moskau und Peking davon, fremde Territorien zu erobern (genauer gesagt: Putin träumt nicht nur davon ...). Er hält es auch für richtig, die gesamte Welt in Herrschaftsgebiete dreier mächtiger Männer aufzuteile n– was die anderen beiden ja schon lange wollen.
Gewiss: Die Geschichte lehrt uns, dass solche Machtgier auf die Dauer nicht funktionieren kann. Sie lehrt uns aber auch, dass solcher Größenwahn sehr oft erst auf sehr blutige Weise endet.
Was kann da aber das bedrohte Europa dagegen tun? Was können Menschen tun, deren Common Sense noch lebendig ist? Im Grund muss Europa drei grundsätzliche politische Eckpfeiler einsetzen. Es muss:
Offen muss freilich bleiben, ob die EU-Länder diese drei fundamentalen Notwendigkeiten begreifen, und ob sie auch die Kraft dazu haben, die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Die wichtigsten Konsequenzen müssten sein:
Warum sollte es das nicht auch politisch und militärisch sein?
Aus diesen Gründen muss offen bleiben, ob wir es schaffen. Die Chancen, Europa politisch und militärisch im Interesse der eigenen Sicherheit zu einem relevanten Faktor zu machen, sind gering – aber versuchen müsste man es dennoch. Immerhin schwächen sich China und Russland selber, weil sie keine Rechtsstaaten sind und weil die Führung wenig Vertrauen der Bürger genießt. Immerhin schwächen sich auch die USA selber, weil sie sich unter Trump mit wirklich aller Welt angelegt haben, und weil sie durch seine kranke Zollerhöhungs-Manie in eine massive Inflation treiben. Das würde einem starken Europa eine Chance ermöglichen.
Wenn es den Europäern aber nicht gelingt, politisch und militärisch relevant zu werden, dann wird das wahr, was ein russischer Abgeordneter dieser Tage gesagt hat: Wir wollten Europa ohnedies schon lange in Stücke schneiden, jetzt will erfreulicherweise auch Trump das Gleiche.
Dann wird nur noch eine Frage offen zu bleiben: Welches Stück werden sich die Chinesen holen?