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Die „Internationale“ um unser Steuergeld

Beim Salzburger „Jedermann“ haben Bühnenmusiker die „Internationale“ angestimmt, weil sie ihnen nicht genehme Politiker im Zuschauerraum entdeckt haben.

Das fällt offenbar in ihre künstlerische Freiheit, auch wenn dank dieser „Internationale“ weltweit schon 80 Millionen Menschen ums Leben gekommen sind. Das müssen sich die Musiker höchstens mit Regie und Festspielleitung ausmachen, der das aber wohl nichts ausmachen wird, hat sie doch auch den „Fidelio“ ohne Widerspruch inhaltlich zertrümmern lassen (offenbar, weil er in der Originalfassung nicht gut genug ist).

Zur Freiheit der Steuerzahler muss es umgekehrt aber auch unbedingt gehören, nach solchen Vorfällen auf die Subventionierung der Salzburger Festspiele zu verzichten. Weder für Parteipropaganda noch für skurrile Selbstverwirklichungen eines Regisseurs darf Festspiel-fremden Menschen Geld abgepresst werden. Noch dazu, da die diversen Subventionen für die Salzburger Festpielwochen gerade um 2,5 Millionen auf 13,5 Millionen angehoben worden sind. Jährlich. Dem betuchten Salzburger Publikum und den noch verbliebenen Sponsoren der Festspiele (Nestle, Audi, Siemens) werden künstlerische Freiheit und Parteipropaganda aber sicher dieses Geld wert sein.

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