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Make war, not love!

Nach den Anschlägen auf das World Trade Center fragte sich die ganze Welt, wozu sich die USA ihre immens teuren Geheimdienste leisten, wenn sie über Osama Bin Ladens Pläne nicht informiert waren. Jetzt haben wir die Antwort darauf: Die Herren von CIA, FBI und wahrscheinlich auch NSA sind voll damit ausgelastet, sich gegenseitig zu bespitzeln. Das FBI landete jetzt einen Volltreffer und hat den CIA-Direktor und Vier-Sterne-General David Paetreus wegen Seitensprungs aus dem Amt stolpern lassen.

Dem rüstigen Sechziger ist seine attraktive Biographin (einstiges Model für eine, nun ja, Maschinenpistolen-Firma, aber auch Absolventin der Eliteschulen West Point und Harvard) zur Venusfalle geworden. Bei ihrem Anblick hat er wohl wieder an seine Jugend gedacht und nachholen wollen, was er damals an der strengen Militärakademie versäumte, als seine Altersgenossen riefen: „Make love, not war“. Jetzt muss er lernen, dass beides gleichzeitig nicht geht.
Mit dem Ausleben unvereinbarer Gegensätze kommt eben nur sein Oberbefehlshaber durch: Ausgerechnet der vor vier Jahren leicht- und eilfertig zum Friedensnobelpreisträger gekrönte Barack Obama ordnete seinem General Paetreus an, den bisher intensivsten Drohnenkrieg zu führen.
Europe’s love and Obama’s war.
Doch Obama könnte sich vielleicht auch wie weiland Bill Clinton einen Seitensprung relativ konsequenzlos leisten. Ein bisschen Ausschuss-Qualen musste dieser wegen Monica Lewinsky ertragen und einige eheliche Donnerwetter (schlimmer als Hillary wird Michelle auch nicht toben).
Abtreten wie Paetreus musste der Präsident nicht.
Stellt sich nur die Frage, was den Unterschied im puritanischen Amerika ausmacht. Geht es nach dem Prinzip: Quod licet Iovi, non licet bovi?
Oder hat der CIA-Chef den viel wichtigeren, sensibleren Posten als der US-Präsident?
 

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