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Fußnote 60: Der grüne Ballskandal

Was für die Grünen schon ein Rücktrittsgrund ist.

Dem Freiheitlichen Martin Graf kann man vieles vorhalten. Etwa seine Dummheiten zu Audimaxismus und Studiengebühren. Die Grünen fordern aber aus anderen Gründen Grafs Rücktritt: nämlich wegen eines Ballbesuchs, dessentwegen er einen Dienst als Dritter Parlamentspräsident getauscht hat. Deswegen soll Graf zurücktreten (so als ob die Grünen immer im Parlament wären). Gehts noch ein bisserl blöder? Eher nicht. Dennoch wird sogar diese Forderung vom ORF als wichtige politische Nachricht berichtet und nicht in der Kategorie "reif für die Psychiatrie". Begreifen die Grünen nicht, wie lächerlich sie sich machen? Dazu kommt die Peinlichkeit, dass viele ihrer Sympathisanten, die gewalttätig gegen den Ball kämpften, von der Polizei angezeigt wurden. Wann lernen die Grünen endlich, dass man auch jene Vereine, die man nicht mag (etwa weil sie den absurden Brauch hochhalten, sich das Gesicht als Mutprobe gegenseitig zu verletzen) genauso das Recht haben, sich zu treffen, wie alle anderen? Freilich ist zu befürchten, dass die Grünen für ihr seltsames Rechtsstaats-Verständnis wieder einmal durch eine Staatsanwaltschaft belohnt werden, die solche polizeilichen Anzeigen gerne niederschlägt.

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