Fatih Birol von der International Energy Agency in Paris (IEA) hat die Atomstrom-Renaissance ausgerufen. Für 2025 wird ein absoluter Rekord von Atomstromproduktion erwartet – 10 Prozent der weltweiten Erzeugung!
Wie nicht anders zu erwarten, musste diese Ansicht in die Nähe von Fake-News gerückt werden. Die Grünen sind der Meinung, das sei herbeigeschrieben. Strom aus erneuerbaren Energiesystemen werden den "teuren" Atomstrom vom Markt verdrängen.
Bisher hat uns die grüne Transformation nur die höchsten Strompreise beschert. Wie nicht anders zu erwarten, führte das zu Drosselungen in der Industrie, Insolvenzen oder Abwanderung.
Mit dem Fukushima-Unglück war das Ende der Atomkraft in Deutschland besiegelt worden. Damit begann auch die Energiekrise, die mit dem Green Deal perfektioniert wurde. Viele Staaten glaubten ernsthaft, allein mit Wind und Sonne genügend Energie zur Verfügung zu haben. Man beschloss, aus der Kernenergie auszusteigen. Seither drehte sich der Wind. Man hatte erkannt – außer in Deutschland und Österreich – dass Wind und Sonne allein der Forderung nach leistbarem und ausreichendem Strom nicht nachkommen können. Und man beginnt zu erkennen, dass am Green Deal nur China verdient.
Die Welt ruft nach Strom! Leistbaren Strom! Sehr viel Strom!
Um die 70 TWh Strom wird derzeit in Österreich produziert; bis 2040 ist eine Verdoppelung der Produktion geplant. Dieser soll ausschließlich mittels erneuerbaren Energiesystemen erzeugt werden. Ein Beitrag in der "Presse" von Hermann Brunnschmid vom 21. Jänner ("Dieser Weg endet in einer Sackgasse") nennt zum ersten Mal Zahlen in einem öffentlichen Medium, die beweisen, dass die geplante Stromproduktion 2040 weder wirtschaftlich noch physisch möglich ist. Seine Werte decken sich mit meinen Untersuchungen, die ich in einigen Gastbeiträgen erörtert habe.
Strom wurde nicht nur zu einem Premiumprodukt, sondern kann nicht immer in notwendig, verfügbaren Mengen angeboten werden. Die Preise stiegen besonders, seit die letzten Atomkraft-Anlagen abgeschaltet wurden.
Deutschlands und Österreichs Energiepolitik diktiert, dass nur Geothermie, Biogas, Wasserkraft und vor allem die unerschöpfliche Kraft der Sonne und des Windes unsere Energieversorgung sicherstellen. Während Flauten sollen Gaskraftwerke, die es nicht in genügender Menge gibt, die Stromversorgung übernehmen.
Aber können sie das?
- Geothermie kann lokal sicherlich einen Beitrag leisten. Vor allem für Nah- und Fernwärme.
- Biogas kann einige Prozente zur Energieproduktion beitragen.
- Gaskraftwerke haben den Nachteil, dass für ihren Betrieb grünen Wasserstoff benötigen, den man nur in kleinem Umfang in Österreich herstellen kann.
- Wasserkraft ist besonders von Bedeutung in Österreich, weniger in Deutschland. Sie hat jedoch den Nachteil, von den Niederschlägen abhängig zu sein.
- Ökostrom aus Sonne- und Windkraft ist großen Schwankungen unterworfen und kann zeitweise bei Flauten völlig ausfallen.
Daraus geht hervor, dass die eingangs erwähnter Forderungen nicht, oder nur teilweise für den prognostizierten Verbrauch im Jahr 2040 erfüllt werden können. Die wesentlichen Energieproduzenten – Wasser-, Wind- und Solarkraft – können nicht durchgehend betrieben werden. Sie müssen in Flauten von Gaskraftwerken, die mit Wasserstoff als Betriebsmittel betrieben werden sollen, unterstützt werden. Weder gibt es erprobte Gasturbinen, die nur mit Wasserstoff betrieben werden können, noch gibt es den dazu nötigen Wasserstoff. Dieser kann in Österreich nur in sehr begrenzten Mengen gewonnen werden und müsste daher – wie Erdgas – importiert werden. Hinzu kommt, dass dezentrale Energieerzeugung mittels Windes und Sonne auf Grund des benötigten extensiven Netz-Ausbaus zu exorbitanten Kosten führt.
Wenn man die vor kurzem genannten Kosten für den Ausbau erneuerbaren Energien, die Michael Strugl, Vorstandvorsitzender der Verbund AG, in den Raum gestellt hat – 100 Milliarden Euro mittelfristig bis 2040 – ernst nimmt, dann erhebt sich die Frage, haben unsere Regierenden und Industriellen dazu keine Fragen gestellt? Eine Hochrechnung dieser Kosten für Deutschland ergibt etwa 1 Billion Euro. Hermann Brunschmid berechnete die Kosten einer grünen Energiewende mit 816 Milliarden. Abgesehen von diesen Kosten ist es physisch unmöglich, die angepeilten Mengen Strom in Österreich mit ausschließlich Wasser, Wind und Sonne zu produzieren.
Mit sechs 1400-MW-Reaktoren wäre es möglich die gegenwärtige Stromproduktion bis 2040 zu verdoppeln. Möglicherweise würden die von Strugl genannten 100 Milliarden Euro reichen, diese zu bauen, vorausgesetzt die Kernkraftanlagen-Anlagen würden von Südkoreanern errichtet. Sogar die Stromtrassen könnten entsprechend ausgebaut werden.
Verwendet man die Daten der Website "Österreichs Energie" müssten bis 2040 zusätzlich zum gegenwärtigem Bestand 2481 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 5 MW, 64 Millionen Solarpaneele mit 400 W und etwa 4 Donaukraftwerke errichtet werden.
Hat sich jemand von den Weisen überlegt, wo er die 4 Donaukraftwerke unterbringen kann, oder die 2481 zusätzlichen Windkraftwerke, die vermutlich begrenzte Begeisterung der Bevölkerung auslösen. Es ist bizarr, dass offenbar noch niemand der sozial- und politikwissenschaftlich ausgebildeten Größen im Wirtschaftsministerium sich die Mühe gemacht hat zu überlegen, ob es überhaupt möglich ist bis 2040 jährlich 165 Windkraftanlagen zu errichten. So sind in den Hauptproduktionsländern Niederösterreich und dem Burgenland heuer eben einmal 62 Anlagen geplant.
Irre, oder?
"Es gehe voran mit dem Ausbau der Erneuerbaren. Denn 2024 sei die in Deutschland installierte Leistung der erneuerbaren Stromproduktion (Wind, Sonne, Wasser und Biomasse) um satte zwölf Prozent auf 190 Gigawatt gestiegen. Das entspricht der Leistung von 190 großen Kernkraftwerken", jubelte die "Süddeutsche Zeitung". (Peter Panther, EIKE).
Laut der Bundesnetzagentur wurden 2024 in Deutschland durch erneuerbare Energien 254,9 TWh erzeugt. 190 große Kernkraftwerke – mit einer Leistung von 1000 MW – würden jedoch 1581 TWh erzeugen, also ein sattes Sechsfaches.
So viel zur Qualität der Untersuchungen der "Süddeutsche Zeitung" - andere Medien stehen nicht hintan, wie man des Öfteren in der "Presse" erfahren muss. Eine bewusste Irreführung der Leser, die schon über Jahrzehnte bewusst von einer ideologisch getriebenen Clique mit Erfolg betrieben wird, ist leider festzustellen.
In Staaten, die nicht einer jahrzehntelangen Gehirnwäsche unterworfen waren, ist es den Regierenden und der Bevölkerung längst bekannt, dass zu einer gelingenden und leistbaren Stromversorgung und Dekarbonisierung alle Ressourcen herangezogen werden müssen. Und diese müssen für die jeweilige Situation maßgeschneidert sein. Es ist aber auch erkannt worden, dass der enorme, auf uns zukommende, Energiebedarf in den meisten Staaten nur durch den massiven Ausbau der Kernenergie gedeckt werden kann.
Das führte zu einem weltweiten Comeback der Atomenergie. Laut einer Studie der Internationalen Energieagentur ist das weltweite Interesse an Atomstrom so stark wie seit der Ölkrise in den 1970er Jahren nicht mehr. Zufolge IAE streben derzeit mehr als 40 Länder weltweit nach einem Ausbau der Kernkraft, um den steigenden Bedarf an Elektrizität zu decken – ein Trend, der durch die zunehmende Elektrifizierung verschiedener Sektoren noch verstärkt wird.
Gegenwärtig sind weltweit mehr als 70 Gigawatt neue Kernenergiekapazität im Bau, um den erhöhten Bedarf klassischer Sektoren wie der Industrie, sondern auch auf die verstärkte Nachfrage in Bereichen wie Elektroautos, Datenzentren und der Nutzung Künstlicher Intelligenz zurückzuführen, die allesamt erhebliche Mengen an Strom benötigen, so Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris.
Rund zehn Prozent zur Stromversorgung trägt die weltweite Flotte von fast 420 Reaktoren bei.
Der Ausbau der Kernenergie bedeutet gleichzeitig neue Schwierigkeiten und Gefahren. Die IEA weist darauf hin, dass die weltweite Erweiterung der Kernkraftflotte vor allem auf Technologien aus China und Russland angewiesen ist, was langfristig Risiken in Bezug auf politische und wirtschaftliche Abhängigkeiten mit sich bringen könnte, wie das im Ausbau der grünen Energieversorgung ersichtlich ist.
Da der Bau von Kernkraftwerken sehr hohe Investitionen verlangt, suchen viele Staaten nach Möglichkeiten, diese zu verringern. So wird die Ansicht geäußert, dass zur staatlichen Finanzierung auch privates Kapital gebraucht wird.
Zusätzlich will man von den großen Reaktoren mit 1,4 GW und mehr abgehen und Reaktoren bauen, die fabrikmäßig hergestellt werden können. Das sind Reaktoren mit Leistungen von wenigen MW bis um die 300 MW. Man bezeichnet sie als Mini-Atomreaktoren oder abgekürzt – aus dem englischen – SMR. Man hofft, damit auch die Investitionskosten zu senken.
SMR können maßgeschneidert werden und sollen unter anderem den Strombedarf von weit auseinander liegenden Siedlungen decken. Auch sollen sie den künftigen Energiebedarf der Rechenzentren für die KI und die Dekarbonisierung der Wirtschaft unterstützen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Nuklearanlagen sollen sie mehr Sicherheit bieten, hohe Energieeffizienz und produzieren weniger radioaktiven Abfall.
Aus Großbritannien ist zu vernehmen, dass Mini-Atomkraftwerke die Zulassungshürde überwunden haben. Rolls-Royce will 2030 die ersten SMR in Großbritannien ans Netz bringen. Bis 2050 soll die Gesamterzeugungskapazität von ca. 6 Gigawatt auf 24 GW an Kernkraftwerksleistung am Netz haben. Dazu müssen 11 neue Kernkraftwerke gebaut werden.
In China werden 5 Prozent der Stromversorgung durch Kernkraft gedeckt. Dieser Wert soll auf 15 angehoben werden. Die durchschnittliche Bauzeit eines Reaktors bis zur Inbetriebnahme beträgt 6 Jahre! Zur Zeit sind 59 neue Reaktoren im Bau! Auf dem Umfeld der Forschung ist China offenbar weit fortgeschritten und hat Minireaktoren in Betrieb genommen. Ein experimenteller Thorium-Flüssigsalz-Reaktor, so wird berichtet, sei erfolgreich getestet worden. Flüssigsalzreaktoren arbeiten bei 500 bis 1.000 Grad Celsius und können als Wärmequelle in der Industrie Anwendung finden.
Diese Art von Reaktoren soll sehr sicher sein; ein GAU ist ausgeschlossen. Die Abbrände jedoch sollen eine hohe Gammastrahlung haben, allerdings über wesentlich kürzere Zeit als dies der "Atommüll" aus Leichtwasser-Reaktoren hat. Erwähnt werden 50 bis 300 Jahre.
Letztes Jahr wurden zwei Kugelhaufen-Reaktoren in Betrieb genommen. Sie werden nicht mit Wasser, sondern Helium gekühlt, und sind daher geeignet in Wüstengegenden preiswerten Strom zu erzeugen.
Russland hat 36 Reaktorblöcke in Betrieb, die etwa 19 Prozent zur Stromversorgung des Landes beitragen. In der Entwicklung der Kernenergie ist Russland offenbar am weitesten. Es hat zwei konventionelle SMR in Betrieb, ein weiterer Leichtwasser- und ein bleigekühlter SMR sind derzeit im Bau, der 2026 in Betrieb gehen soll.
Russlands Reaktortechnologie wird in eine Vielzahl von Ländern exportiert. KKW werden derzeit in Ägypten, Bangladesch, China, Indien, Türkei, Ungarn und Usbekistan geplant.
Laut Angaben der IAEA sind derzeit 54 Forschungsreaktoren in Russland in Betrieb, drei weitere werden gebaut – nirgendwo sonst werden so viele Forschungsreaktoren betrieben. Unter anderem wird berichtet, dass das Projekt eines Flüssigsalz-Forschungsreaktors abgeschlossen ist. Derzeit wird eine Baugenehmigung bis 2027 und eine Inbetriebnahme bis 2031 angestrebt.
Neben zahlreichen konventionellen Atomkraftwerken wird an einem natriumgekühlten Schnellen Brüter geforscht. Laut Rosatom-Generaldirektor Alexej Lichatschow plant Russland den Bau von 17 neuen Blöcken bis zum Jahr 2035, unter anderem im Ural, in Sibirien und im Fernen Osten. Der Anteil der Kernenergie am Strommix bis 2045 soll auf 25 Prozent wachsen. Das erfordert die Inbetriebnahme von zusätzlichen 24 Reaktoren.
In den USA und in Kanada sind in der Entwicklung Fortschritte zu verzeichnen. In Kanada (2025) werden an 4 Standorten 17 Reaktoren betrieben. 2023 hatte die Kernenergie in Kanada einen Anteil von 13,74 Prozent an der Gesamtstromerzeugung.
Die Forschung im Sektor Kernenergie wird in Kanada in Chalk River seit 1944 betrieben. Gegenwärtig wird an der Entwicklung von Small Modular Reaktoren (SMR) gearbeitet.
Ein weiterer Standort der Forschung ist Darlington mit vier bestehenden CANDU-Reaktoren. Dort soll er erste kommerzielle SMR bis 2028 fertig gestellt werden. Insgesamt sind vier SMR an diesem Standort geplant.
In Saskatchewan soll der erste Mini-Reaktor der Westinghouse Electric Company, der eVinciTM Reaktor mit 5MW 2029 in Betrieb genommen werden. Der Reaktorkern soll vor dem Betanken acht oder mehr volle Jahre laufen. Der Reaktor kann betriebsfertig auf einem Lastwagen transportiert werden.
Kanada ist reich an Uranvorkommen. Es ist der zweitgrößte Uranproduzent und -exporteur der Welt. Nur in Kasachstan wird gegenwärtig mehr Uran produziert. Neue Gruben und die Erweiterung bestehender Produktionsstätten könnten Kanada zum größten Uranproduzenten der Welt machen.
In der Entwicklung neuer Abbau-Methoden ist Kanada führend. Sowohl in Cigar lake als auch McArthur wird das Gebirge für den Untertagebau eingefroren, um die Erze mit den höchsten Gehalten, die unser Planet aufweist, abzubauen.
Auch in den USA kommt wieder der Ausbau der Kernenergie in den Vordergrund. Der massive Energiebedarf der Rechenzentren für KI kann nicht von erneuerbaren Energiesystemen gedeckt werden. Es ist kein Geheimnis, dass Trump kein Freund der Windenergie ist. Er sieht sie als ökonomisches Desaster, womit er Recht hat. Er, wie sein Vorgänger Biden, will den Bau von Atomreaktoren forcieren. Minireaktoren sind im Gespräch. Technologieriesen wie Amazon, Google und Meta setzen beim Betrieb von Rechenzentren zunehmend auf Kernenergie. Man hofft mit dem Bau von serienmäßigen SMR die Baukosten erheblich zu verringern und die CO2-Emissionsziele zu erreichen. Die Nuclear Regulatory Commission (NRC) hat den SMR der Firma NuScale Power in Portland zugelassen.
Der globale Ausbau der Kernkraft treibt die Nachfrage nach Uran an. Stand Juni 2023 befanden sich 57 Kernkraftanlagen in 17 Ländern im Bau, darunter allein 21 in China. Asien ist für die Kernenergie eine der wachstumsstärksten Regionen der Welt: Insgesamt sind dort 121 Reaktoren in Betrieb und 38 im Bau.
Auch in anderen Weltregionen wächst die Nutzung der Kernkraft wieder, darunter auch in Europa. 31 Länder haben sich auf die Nutzung der Kernenergie verständigt, um Emissionsziele zu erreichen.
IEA vertritt die Meinung, dass für Klimaschutzinitiativen die Kernenergie als Teil des Stromversorgungsmix notwendig ist. SMR sollen als saubere Energieoption zur Bewältigung des Klimawandels beitragen. Nur in Österreich und Deutschland ist man anderer Meinung. Daher wird auch keine Forschung im Nuklearbereich betrieben. Ein böses Erwachen ist zu befürchten. Wir werden uns auch im Nuklearbereich in Abhängigkeit von Russland und von China begeben.
In Deutschland wie in Österreich träumt man von der "Habeckdoktrin", die vorgibt, dass sich die Industrie an die vorhandene Menge Strom am Markt anzupassen hat. Sie muss sich – wie im Mittelalter – in ihrer Produktion am Wetter orientieren. Auch muss sie sich auf weitere Preisausschläge einstellen, meint Robert Habeck.
Ja, stimmt. Deshalb stellten Industriebetriebe mit hohem Energieverbrauch den Betrieb ein. Oder denken daran – und tun es bereits –, ihre Produktionsstätten in das Ausland zu verlagern.
Was ist daraus für Österreich und Deutschland zu erkennen?
- Kernkraftforschung wird intensiv in China, Russland und anderen Staaten betrieben.
- Viele Staaten erkennen: Ohne Atomkraft keine Dekarbonisierung.
- Ohne sichere, durchgehende Stromversorgung sind Rechenzentren für Künstliche Intelligenz nicht möglich.
- Energieintensive Industrien benötigen preiswerten Strom oder wandern ab.
- Eine sichere, preiswerte Stromproduktion ist mit Sonne und Wind nicht möglich. Beste Beispiele sind Deutschland und Österreich.
- Von den grünen Ideologen wird die Renaissance der Kernkraft, die weltweit zu beobachten ist, als von der Atomlobby herbeigeschriebene Fake-News abgetan.
Und damit bleiben wir das Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land der Dome. Vom Land der Hämmer, zukunftsreich, können wir nur träumen!
Dr. Gerhard Kirchner ist Bergingenieur und liebt die Umwelt.
Ich kann die technischen Erörterungen nur zur Kenntnis nehmen und auch den Hinweis glauben, dass die Sicherheit enorm gestiegen sei.
Die politische Situation schätze ich derart ein, dass in Ö es nicht möglich ist, bis 2040 auch nur ein Atomkraftwerk, geschweige denn drei davon, in Betrieb zu nehmen. Willens so etwas zu tun, sind die Neos, alle anderen scheuen das Thema.
Wir müssten eine Volksabstimmung zur Aufhebung des diesbezüglichen Verbotes im Verfassungsrang durchführen und pro Atomkraft abschließen. Es müsste eine klare Kompetenzklärung zum Bund verfügt werden, dass diesbezüglich weder Länder noch Gemeinden bei Standort und Endlagerstätten etwas mitzureden haben. Wenn nicht, werden örtliche Listen und Länderoppostion alles verhindern.
Wir werden eher die Produktion einstellen, als Atomkraftwerke bauen.
nur um die Sicherheit von Atomkraft zu unterstreichen: Wenn man den Unfall von Tschernobyl mit einbezieht, liegt Kernkraft von der Sicherheit (Tote pro Petawattstunde) her auf dem Level von Windkraft. Und somit am unteren Ende der Skala. Alle anderen Formen von Stromerzeugung sind schlechter. Nachdem Tschernobyl aber für militärische Zwecke genutzt war und das damalige Experiment nichts mit ziviler Stromerzeugung zu tun hatte, sollte man diesen Unfall gleich behandeln wie andere militärische Experimente und die lt. WHO-Angaben 4.000 Strahlen- und Krebstoten nicht der zivilen Stromerzeugung zurechnen. In Fukushima gab es keine Toten durch Strahlen oder dadurch hervorgerufenen Krebs. Bei den aktuellen Kraftwerken der Generation III+ sind Unfälle wie in Fukushima oder Tschernobyl ausgeschlossen. Gen. IV-Kraftwerke sind ebenfalls inhärent sicher. Sie können aufgrund physikalischer Gesetze nicht überhitzen oder explodieren.
der zweite große Einwand betrifft bekanntlich den "Atommüll". Die Russen haben eine neue Aufbereitungsmethode für abgebrannte Brennstäbe entwickelt. Diese beinhalten ja immer noch 95 % der ursprünglichen Energie. Der echte Müll, der dann übrig bleibt, strahlt ca. 300 Jahre und enthält jede Menge Wertstoffe. Die Mengen sind sensationell gering. Für ein AKW mit 1000 MW und einer Auslastung von 90 % ergibt sich eine Menge, die einem Würfel mit 40 cm Kantenlänge entspricht. Darüber hinaus werden gerade AKWs gebaut, die sowohl mit "Atommüll" als auch mit abgereichertem Uran betrieben werden können. Und hätten die Deutschen nicht ihre Kernkraftwerke zerstört, könnten sie mit den abgebrannten und wieder aufbereiteten Brennstäben noch einige hundert Jahre betrieben werden. Alles CO2 frei und unglaublich billig.
Danke Marus. Dass Fukushima kein Kernkraftwerkunfall war, sondern Tsunamifolgen weiß ich, führte aber trotzdem zum raschen Aus in D.
Ich gehöre zu jener Generation, die 1978 gejubelt hat, als das knappe Ergebnis der Volksbefragung bekannt wurde. Und nach der Katastrophe von Tschernobyl wussten wir alle, dass wir recht hatten! Erst als ich vor wenigen Jahren beschlossen habe, meinen diesbezüglichen Standpunkt einer Prüfung zu unterziehen, hab ich gemerkt, wie stark wir manipuliert wurden und werden. Für Österreich oder Deutschland sehe ich keine Chance mehr, eine vernünftige Energieversorgung für eine leistungsfähige Industrie sicherzustellen. Wir werden wohl den Strom von jenen importieren, die - mangels Kenntnis der deutschen Sprache - von solchen Manipulationen verschont geblieben sind und unser Land wohl auch entsprechend deindustrialisieren.
Falls aber jemand Interesse an aktuellen Entwicklungen der Nukleartechnik hat:
https://nukeklaus.net/
hier gibt es kompetente Informationen vom Fachmann. Leicht verständlich und unglaublich interessant.
Die alte österreichische Mentalität stellt sich seit 1278 ( Beginn der Herrschaft der Habsburger) bis zum heutigen Tage die Frage: Za wos brauch ma des??? Glückliches Österreich, schlafe im Bette Germaniens auf halben Wege nach halben Taten den Schlaf des Gerechten.